Gute Surfschulen Erkennen Beitragsbild von Puerto Viejo in Peru

Immer mehr junge Leute zieht es im Sommer zu den Wellen. Doch als Deutsche haben wir oft nicht das Glück, schon surfen gelernt zu haben, bevor wir laufen konnten (so wie die Australier 😅). Wir sind also darauf angewiesen, dass uns erfahrene Surfer ihr Wissen und Können vermitteln. Doch die Auswahl an Surfschulen am Atlantik (und fast überall sonst, wo Surfurlauber hinfahren) ist gigantisch. Dieser Beitrag soll dir dabei helfen, gute Surfschulen und Surflehrer*innen zu erkennen und auszuwählen und so dein Geld nicht an schlechten Surfunterricht zu verschwenden!

In den letzten sechs Jahren, und dann besonders auf der Weltreise, habe ich 12 Surfschulen und 18 Surflehrer*innen kennengelernt. Und davon waren eigentlich nur 4 richtig gut. Wir haben also einige Erfahrungen gesammelt und immer mehr Kriterien zusammengestellt, woran man einen guten Surflehrer oder Surfschule erkennen kann. 

Es folgen 8 Punkte, die für uns guten Surfunterricht ausmachen.

Disclaimer: der besseren Lesbarkeit halber spreche in diesem Text immer von Surflehrern. Damit sind in dem Fall sowohl männliche Surflehrer als auch Surflehrerinnen gemeint! Der Lesekomfort geht mir hier über korrektes Gendern, aber der Begriff bezieht alle Geschlechter mit ein. 🙂

1. Gruppengröße und Einzelcoaching

Die Größe der Gruppe macht einen Wahnsinnsunterschied. In den ganzen Surfschulen in Frankreich ist man fast immer zu acht. Okay, Einzelunterricht ist hier in Europa extrem teuer. Aber überleg mal, du zahlst in der Gruppe zwar ein Drittel des Preises, bekommst aber nur ein Achtel der Aufmerksamkeit des Surflehrers. Und es kann auf keinen richtig individuell eigegangen werden, weil alle im selben Bereich im Wasser sein müssen. Vielleicht wird dort eine Person nicht genug gefordert, für eine andere sind die Bedingungen eigentlich zu heftig – in so großen Gruppen kann darauf nicht richtig eingegangen werden.

Unser Tipp: Achte darauf, dass bei Gruppenunterricht die Gruppe maximal 5-6 Teilnehmer hat und dass nach Level unterschieden wird. Und zwar nicht nur Anfänger und Fortgeschrittene, sondern vielleicht auch Advanced Beginner, Intermediate, usw.

Extratipp: Oft kann man auch eine Einzelstunde zu zweit nehmen, so wird es pro Person günstiger, man kann sich den Partner aussuchen und so sicherstellen, dass man auf ähnlichem Level ist. Ich habe das einmal mit einem Mädchen gemacht, dass ich in einer Gruppenstunde in Frankreich kennengelernt habe, oder mehrmals mit Adri. 

Surfunterricht in Chicama, Peru

2. Sicherheit

Das Meer ist eine unberechenbare Naturgewalt. Es sollte nicht heruntergeredet werden: Surfen ist gefährlich. Verletzungsrisiko bei ungewohnten Bewegungen, große Wellen, Strömungen, herumfliegendes Equipment, scharfe Finnen, andere Surfer… Im Wasser lauern so viele Gefahrenquellen. 

Die Sicherheit der Schüler sollte für einen guten Surflehrer an oberster Stelle stehen. Dazu ist es wichtig, dass er/sie sich in seinem Fach selbst gut auskennt, erfahren ist, aber auch, dass der Unterricht darauf ausgerichtet ist. Dazu gehören ein gründliches Aufwärmen, Trockenübungen, Besprechung der aktuellen Verhältnisse, Spotcheck, Hinweis auf mögliche Gefahrenquellen wie Felsen, Riffe, Strömungen, etc. Aber auch wieder, dass die Gruppe nicht zu groß ist! Eine Person kann unmöglich 8 unerfahrene Schüler/innen sicher betreuen, finde ich.

Aufwärmen vor dem Surfunterricht in Frankreich

3. Einfühlungsvermögen

Das mag sich von Person zu Person unterscheiden, aber für mich ist das ein ausschlaggebender Punkt! Ich bin eine sehr ängstliche Person und ich habe enormen Respekt vor Wellen. Es ist so wichtig bei einem Surflehrer, dass er/sie Einfühlungsvermögen besitzt, um meine Situation zu verstehen und den Unterricht anzupassen. Ich möchte ein Gefühl von Sicherheit vermittelt bekommen, wissen, dass ich da draußen nicht alleine bin! 

Die schlimmsten Momente in meiner Surfgeschichte waren immer die, wenn wir mit der Gruppe rausgepaddelt sind und dann der Surflehrer auf einmal weg und ich alleine in den großen Wellen war! Horror! 😀 Ich hatte (besonders auf Bali, wo jeder zweite Surflehrer selbsternannt ist) schon ein paarmal die Situation, dass mein Surflehrer einfach nicht verstanden hat, dass ich Angst habe, wenn ein riesiges Set auf mich zudonnert und ich mitten in der Impactzone hänge! Die Jungs sind in diesen Wellen aufgewachsen, schon klar, aber ich nicht – und das müssen sie verstehen, sie müssen beachten, dass mir mache Wellen einfach zu groß oder steil sind und entsprechend damit umgehen. Das war oft nicht der Fall. 

Toño in Peru dagegen hat immer sofort gespürt, wenn mir mulmig war, hat mich beruhigt, ist mit mir aus der kritischen Zone gepaddelt, hat mir gezeigt, wo die Welle wie bricht und wie ich mich verhalten soll. Er hat immer gewusst, wie viel er mir zumuten kann und mich nie in Situationen gebracht, die mich überfordert haben. Auf ihn war IMMER zu hundert Prozent Verlass! Ich weiß, das ist echt selten, aber so muss ein perfekter Surflehrer eigentlich sein.

Surfunterricht bei der Surfschule JAH Surf in Peru

4. Unterrichtsaufbau

Auch beim Unterrichtsaufbau habe ich schon riesige Unterschiede erlebt. Leider. Oft ist es einfach so: alle Schüler in die Neoprenanzüge stecken, mit Boards versehen, bei Anfängern ein paar Aufstehübungen und, wenn man Glück hat, kurze Erklärung über den Spot am Rand. Bei Fortgeschrittenen vielleicht zweimal Arme kreisen und ab ins Wasser und einen nach dem anderen in die Welle schubsen. In den eher wenigeren Fällen sieht richtig guter Surfunterricht ziemlich anders aus. Etwa so:

Zu aller erst Spotcheck. Und zwar nicht kurz die Wellen angucken, sondern richtig beobachten. Wie groß sind die Wellen heute? Wo und wie kommen die Sets rein? Wo sind Strömungen oder Gefahrenquellen im Wasser? Wo werden wir uns positionieren, wo rauspaddeln, evt. wo treffen?

Dann ein gründliches Aufwärmen und dynamisches Dehnen aller Muskelgruppen, denn im Wasser macht man oft heftige, plötzliche Bewegungen oder wird bei einem Wipeout von einer Welle zusammengefaltet… Deswegen ist das Aufwärmen vor dem Surfen wirklich wichtig. Nur bei knapp der Hälfte der Surfschulen, bei denen ich war, war ein richtiges Aufwärmen Teil des Surfunterrichts!

Jetzt ab ins Wasser und Surfen! Hier ist es natürlich zu begrüßen, wenn der Surflehrer nicht nur selbst am Surfen ist, sondern sich auch um die Schüler kümmert. Ja, alles schon erlebt. Zusammen Wellen aussuchen, anpaddeln, ggf. einen kleinen Schubs geben oder anleiten, wie man unter einem großen Set durchkommt, das einen kalt erwischt… Und wieder darauf achten, dass es allen gut geht, keiner überfordert ist oder abtreibt, und, und, und. Gott ja, hatten wir schon schreckliche Surflehrer.

Und zu guter Letzt: im Nachhinein eine Besprechung, im besten Fall Foto- oder Videoanalyse, wo nochmal geschaut wird: was war gut? Was kann man verbessern? Das bringt wirklich so, so viel! Es gibt immer etwas dazuzulernen!

Surfspot-Check vor dem Surfen in Frankreich

5. Erfahrung & Qualifikation über Coolness

Wer kennt ihn nicht: den super-sexy-sunny-beach-boy-Surflehrer, der aussieht wie aus der Hollisterwerbung entsprungen. Die sind auch cool und ich möchte hier überhaupt nicht so pauschal etwas gegen gutaussehende Surflehrer sagen, keine Sorge! 😀 Ich möchte nur drauf hinweisen: Aussehen und Coolness ist nicht alles und meist auch nicht das, wofür ihr beim Surfunterricht bezahlt. Also gut, manche vielleicht schon, aber hier geht es um die Unterrichtsqualität. 

Oftmals sind es bei uns tatsächlich die etwas älteren (und, tadaa, damit meist die erfahreneren) Surflehrer gewesen, bei denen wir wirklich viel gelernt haben und wo wir uns sicher und gut aufgehoben fühlten. 

Hier kommt es ganz darauf an, was du willst, aber für mein Surfen würde ich mittlerweile immer zur meisten Kompetenz und Erfahrung tendieren als zum hübschesten Surferboy (oder Girl natürlich, aber in meiner Erfahrung waren einfach tatsächlich 90% der Surflehrer Männer). 😀 

Also lange Rede, kurzer Sinn: achtet darauf, dass die Surflehrer qualifiziert und erfahren in ihrem Gebiet sind. Nicht nur, dass sie toll surfen können, sondern auch toll unterrichten, sich auf Andere einstellen, den Spot sehr gut kennen, und so weiter.

Surfunterricht für Kinder in San Bartolo, Peru

Wenn das Wasser so voll ist, sind kompetente Surflehrer das A und O für die Sicherheit aller Beteiligten!

6. Surfguide oder Surfcoach?

Je nach deinem Level brauchst du vielleicht gar nicht unbedingt einen Surflehrer, sondern ein Surfguide reicht vollkommen aus. Hier ist es wesentlich einfacher, jemanden zu finden, weil die Anforderungen nicht so hoch sind. „Surfguiding“ bedeutet, dass ein erfahrener Surfer, meistens Local, mit dir zu einem geeigneten Spot fährt, dir den Spot erklärt und mit dir reingeht. Das geht auch gut in der Gruppe, denn hier ist die eins-zu-eins Betreuung nicht so wichtig. Es geht nur darum, nicht alleine an fremden Surfspots zu sein. 

Wir haben das gerne gemacht, wenn wir an einen neuen Spot kamen, wo wir die Welle nicht kannten. Einfach einmal mit einem Local ins Wasser, alle Eigenheiten und eventuelle Gefahrenquellen erklären lassen, ein Gefühl für die Welle bekommen. Wo ist der beste Einstieg, wo der Takeoff-Point, welche Sections hat die Welle, wie ist es mit den Gezeiten, welche Tageszeit ist am besten… 

Unserer Meinung nach definitiv das Geld wert, weil man danach so viel mehr von dem Spot hat. Mehr Sicherheit und mehr Zeit zum Surfen, weil man sich langes Untersuchen und eigenständiges (womöglich sogar schmerzhaftes) Kennenlernen spart.

Und oft gibts, wenn gewollt, auch ein bisschen Surfhilfe wie Wellen aussuchen, zusammen rauspaddeln oder in die Welle schubsen. 😀

Einen Surflehrer solltest du dir dann nehmen, wenn du wirklich erst anfängst und die Grundtechnik lernen willst oder allgemein dein Surfen und deine Technik verbessern willst. 

Surfunterricht in Chicama, Peru

An diesem wilden Tag in Chicama war ich sehr froh, dass Surflehrer Junior dabei war!

7. Ausrüstung und Umfang des Unterrichts

Wenn man nicht gerade mit eigenem Surfequpiment durch die Gegend reist, was bei vielen Surfurlaubern wohl der Fall ist, ist dies auch ein interessanter Punkt: welche Ausrüstung steht mir in der Surfschule zur Verfügung und welchen Umfang bietet der Unterricht?

Ausrüstung

Zum Surfen braucht man grundsätzlich ein Surfbrett, Finnen, Leash und gegebenenfalls einen Neoprenanzug. 

Was ich gut ausgestattet nennen würde, ist, wenn viele Bretter in unterschiedlichen Ausführungen, Shapes, Größen und Materialien da sind, sodass man wirklich ein Brett findet, was gut zu einem selbst und den eigenen Fähigkeiten passt. Wenn man hierbei auch noch gut beraten wird, top! 😀 Außerdem finde ich es cool, wenn man verschiedene Dinge ausprobieren kann: Softboard, Hardboard, Shortboard, Longboard, etc. 

Ebenfalls vorhanden sein sollten Neoprenanzüge in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Manchen mag das ganz egal sein, aber ich finde es störend, schlecht sitzende Neoprenanzüge zu tragen, die überall Falten werfen oder einengen, wo Wasser reinläuft oder die viel zu warm sind… Natürlich kann eine Surfschule nicht für alle Fälle und Körperformen gewappnet sein, schon klar, aber eine gute Auswahl an Shorties und langen-, Frauen-, Männer- und Kinderneos wäre schon gut. Wenn man öfter surfen geht, lohnt es sich ansonsten auch, einen eigenen Neoprenanzug zu kaufen. 

Oh und genug Wax, Sunblock und solche Sachen da zu haben ist natürlich auch immer schön!

Unterrichtsumfang

Ebenfalls interessant ist, was im Unterricht inbegriffen ist. Oftmals ist es einfach nur der Surfunterricht an sich, aber manchmal kann man Pakete buchen, zum Beispiel Unterricht und man kann das Material die ganze Woche oder den ganzen Tag behalten. Oder es ist inbegriffen, dass man unterschiedliche Spots anfährt, abhängig von den tagesaktuellen Wellenbedingungen und dem individuellen Können. Was auch immer ein mega-Lern-Booster ist sind Foto- und Videoanalysen! Es ist so augenöffnend, sich mal selbst surfen zu sehen! Und so kann man hinterher noch einmal alle Abläufe mit dem Profi durchgehen und sich Ratschläge und Tipps einholen!

Surftrip nach Santa Maria, Peru

Wenn der Homespot zu flach ist, wird eben an einem anderen Strand gesurft!

8. Konstruktive Kritik

Das schließt direkt am letzten Punkt mit den Videoanalysen an: es ist so wichtig, dass die unterrichtende Person dich nicht nur sicher im Wasser betreut und in die richtigen Wellen schubst, sondern auch, dass sie dir konstruktive Kritik zu deiner Technik und deinem Verhalten gibt!

Gerade, wenn du halbwegs selbstständig in grüne Wellen kommst, bringt es dich nochmal so viel mehr weiter, die richtigen Tipps zu bekommen, wie wenn du einfach nur vor dich hin übst. 

Bist du richtig auf dem Brett positioniert? Wie ist deine Haltung? Deine Körperbewegung, deine Arme, deine Füße? Wie ist dein Timing, dein Takeoff, deine Paddeltechnik? Wie gut liest du die Wellen, wie positionierst du dich richtig, und so weiter! 

Genau diese Dinge bei dir zu erkennen und dir zu helfen, sie zu verbessern, ist für mich der Punkt, der einen richtig guten Surflehrer ausmacht. Ich hatte bist jetzt genau zwei, vielleicht drei Surflehrer, bei denen das der Fall war.

Konstruktive Kritik nach der Surfsession

Preis-Leistung – was ist guter Surfunterricht wert?

Ich kann hier noch so viel erzählen, letztendlich bleibt es doch an einem Faktor hängen: Kann ich mir den Unterricht überhaupt leisten und bin ich bereit, das Geld dafür auszugeben?

Ich kann dir natürlich nicht sagen, was ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist, jeder hat andere Vorstellungen von teuer und günstig. 

Was ich dir aber ans Herz legen kann: Qualität über Quantität. Ich würde eher ein- oder zweimal viel für eine Surfstunde allein oder zu zweit ausgeben, als fünf Tage lang Gruppenunterricht zu nehmen. Meiner Erfahrung nach bringt es einem so viel mehr! Auch das Surfguiding an fremden Spots finde ich sehr wertvoll, da man so viel Zeit und unangenehme Erfahrungen sparen kann. Auch das Gefühl von Sicherheit, was mit eine erste Surfsession mit einem Local vermittelt, ist für mich Angsthase unbezahlbar.

Morgendlicher Surf an der Gold Coast, Australien

Fazit: Der perfekte Surflehrer

Das waren jetzt viele Informationen. Also möchte ich dir noch einmal kurz zusammenfassend den für mich perfekten Surflehrer oder Surfschule beschreiben:

Die Gruppen sind klein oder es gibt sogar Einzel- und Zweierunterricht, damit wirklich auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schüler*innen geachtet werden kann. 

Die Sicherheit der Surfschüler*innen wird großgeschrieben und durch Maßnahmen wie Aufwärmen, Trockenübungen, Besprechung der aktuellen Verhältnisse, Spotcheck, Hinweise auf mögliche Gefahrenquellen und aufmerksame Begleitung im Wasser gewährleistet.

Er/Sie kann sich in die Schützlinge hineinversetzen, nimmt ihre Ängste und Bedürfnisse ernst und liefert sie keinen Situationen aus, denen sie nicht gewachsen sind. Jeder fühlt sich sicher im Wasser und der Surflehrer kennt den Surfspot gut und hat lange Erfahrung. 

Der Unterricht ist vielseitig aufgebaut und enthält auch Elemente wie theoretisches Wissen über Wellen und Co, Einweisung in den Surfspot, Aufwärmen und ggf. Trockenübungen, Surfen und eventuell noch eine anschließende Analyse mit Tipps zur Verbesserung.

Wenn du kein eigenes Material hast, steht dir passendes, gutes Equipment zur Verfügung und du kannst optimalerweise verschiedene Boards ausprobieren. Optionen wie Foto- oder Videoanalyse sind ebenfalls möglich und am Ende hattest du nicht nur viel Spaß im Wasser sondern auch richtig was dazu gelernt! 

Der Preis ist angemessen und du bist gerne bereit ihn zu zahlen, weil du so viel davon mitnimmst.

Das ist natürlich die perfekte Vision. Bis auf einen Menschen, Toño, unseren Surflehrer in Peru, hatten wir nie so perfekten Surfunterricht! 😀 Aber es kann nicht schaden, zu wissen, was man sich darunter vorstellt – und wir wissen jetzt, dass es möglich ist! 🙂

Hannah in San Bartolo Peru

Unsere Surfschul-Empfehlungen

Wir haben ein paar echt schräge Surfschul-Erlebnisse gehabt, aber es waren doch immer wieder gute Erfahrungen dabei. Falls ihr also in die gleichen Gegenden reist wie wir, sind hier unsere Surfschul-Empfehlungen:

Frankreich

Die Natural Surf Lodge am Plage des Casernes in Seignosse, nahe Hossegor. Der Gruppenunterricht ist auch mit acht Personen, das ist hier einfach überall so. Wir haben aber einmal eine Stunde zu zweit genommen, bei der wir uns bei Surflehrer Matthieu super gut aufgehoben gefühlt haben!

Portugal

In der Algarve waren wir eine Woche mit den Jungs von Future Surf unterwegs und hatten die beste Zeit überhaupt! Ein guter Haufen kompetenter, lustiger Jungs, die mit uns jeden Tag an den Spot mit den geeignetsten Wellen gefahren sind, uns viel beigebracht, auf uns Acht gegeben und dafür gesorgt haben, dass wir soviel Spaß wie Erfolgserlebnisse hatten. Hier habe ich meine allererste grüne Welle gesurft! Keine Ahnung, ob die noch da arbeiten, aber Edu und Carlos sind meiner Meinung nach die besten Surflehrer dort.

Surfunterricht in Sabres, Portugal

Bali

Das Brown Sugar Surfcamp in Medewi bietet sehr guten Unterricht mit Local Guides, zwei Mal täglich. Ab und zu werden auch Fotos und Videos gemacht, die dann von allen zusammen analysiert werden. War immer sehr witzig und lehrreich und wir haben in unserer Woche dort definitiv unser Surfen verbessert!

Wen es an das ruhigere Surferörtchen Balian verschlägt, im Alam Balian Homestay findet ihr Ketut, der erste Balinese der in Balian gesurft ist! Ein Local Surflehrer, der die Welle besser kennt als jeder andere! Die Rechte vor dem Surfcamp ist sogar nach ihm benannt.

Barrel am Medewi Beach Break, Bali

Während Adrian schon platt aus dem Wasser kommt hat Surflehrer Sole noch seinen Spaß!

Peru

Den besten Surflehrer und einen der wunderbarsten Menschen der ganzen Welt findet ihr in San Bartolo bei JAH Surf – Jose Antonio Hiñohosa, auch  bekannt als Toño. Hier ist garantiert jeder gut aufgehoben, egal, welches Level. Und San Bartolo ist sowieso ein Besuch wert. Absolutes Wohlfühlörtchen mit ein paar guten Wellen für jedes Bedürfnis!

Wen es nach Chicama verschlägt, fragt im El Inti Surf House nach Junior. Er ist an der Welle aufgewachsen und kennt den Spot wie seine Westentasche. Außerdem ist er Gründer des Chicama Projects,  mit dem er es einheimischen, ärmeren Kindern ermöglicht, surfen und weitere coole Sportarten zu lernen! Ein absoluter Herzensmensch und super Surflehrer.

JAH Surf School in San Bartolo Peru

Gute Surfschulen und Surflehrer(innen) finden 

Jetzt habe ich besprochen, woran du eine gute Surfschule erkennst. Aber: Wie findet man gute Surfschulen und Surflehrer*innen?!

Tja, ich habe hier leider keine Master-Technik, aber zwei Tipps:

Erstens: Recherchieren und ausprobieren. Im Internet präsentieren sich alle Surfschulen und du bekommst einen Überblick über Angebote, Preise, Präsentation und Einstellung der Surfschule. Dann einfach ausprobieren, eventuell auch mal verschiedene Gruppen oder Surflehrer. Oder vor Ort mit den Leuten reden, sagen, wonach du suchst was du dir vorstellst und dann schauen, ob ihr zusammen kommt.

Zweitens: Empfehlungen. Entweder du kennst jemanden, der eine gute Surfschule kennt oder du findest Tipps in Blogs wie hier. Oder du hast selbst schon eine gute Surfschule gefunden, dann kannst du dort auch nach Empfehlungen an anderen Orten fragen. So haben wir es in Peru gemacht: als wir wussten, dass wir nach Chicama gehen, haben wir Tono gefragt, ob er dort jemanden kennt. So sind wir an Junior gekommen und hätten es nicht besser treffen können!

Surfen am Sunshine Beach, Noosa, Australien

So, ich hoffe dieser Artikel konnte dir weiterhelfen und du findest diesen Sommer richtig coolen Surfunterricht und bringst dein Wellenreiten auf das nächste Level! 

Wenn dieser Artikel für dich interessant war dann schau gerne auch bei folgenden Posts vorbei:

🏄🏼‍♀️ 5 Schritte zur perfekten Planung deines nächsten Surftrips

🏄🏼‍♀️ Die besten Surfspots an Frankreichs Atlantikküste

…Oder lies dir meine Tipps & Erfahrungen zum Surfen an der Algarve, in Hossegor, Bali und Peru durch!

Alles Liebe, 


Unser Peru-Surftrip auf YouTube

Unser Bali-Surftrip auf YouTube

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