Wenn man mich heute fragen würde, welches mein aktuelles Lieblingsreiseziel auf dieser Welt sei, wäre meine Antwort: Hossegor! Ich habe schon viele Orte gesehen und bin an unzähligen Stränden und Städten in Frankreich gewesen. Aber mit dem ganz besonderen Flair dieses kleinen Hotspots kann einfach kein anderer mithalten. Warum? Das erfährst du hier!

Das Besondere der Côte d’Argent

Nicht ohne Grund zählt die südliche Atlantikküste Frankreichs (von Bordeaux bis zum Baskenland) zu den Surfparadiesen Europas: endlos lange, weite Sandstrände, ein stabiler, guter Beachbreak, traumhaftes, sonniges Wetter im Sommer und die Abwechslung zwischen kleinen, verträumten Dörfern und lebendigen Städten prägen diese Gegend. Dazwischen ein Haufen netter Menschen, Surfer aus der ganzen Welt, aber auch viele Einheimische, ganz viel Eis und frische Pfirsiche, Feigen und Melonen aus der Umgebung – was braucht man schon mehr?!

Surfen in Hossegor

Hossegor, ca. 40 Autominuten nördlich von Biarritz, ist bekannt als einer der berühmtesten und besten Beachbreaks der Welt. Dank eines Unterwassergrabens, der direkt vor Hossegor liegt, brechen hier Wellen, die eine Höhe von bis zu 8m annehmen können. Dies ist aber nur in den Wintermonaten der Fall, und im Sommer bleibt der Swell hier bei einer angenehmen, stabilen Höhe, die für Surfanfänger sowie Profis gut zu surfen ist. Surfschulen muss man hier auch nicht lange suchen, viel mehr hat man die Qual der Wahl.

Shoppen

Aber nicht nur mit Wellen kann Hossegor punkten: In der kleinen Innenstadt findet man zahlreiche kleine Boutiquen und Surfgeschäfte. Roxy, Quiksilver, Billabong, und was es noch alles gibt, ist hier zu finden. Die Auswahl an Surfequipment und lässigen Klamotten scheint endlos. Aber: hier im Zentrum ist es vergleichsweise sehr teuer. In der Umgebung findet man die Surf Factory Outlets, wo es sich teilweise etwas preiswerter shoppen lässt.

Essen in Hossegor

Auch kulinarisch lässt Hossegor niemanden hängen. Hier ist alles dabei: Von feiner französischen Küche bis zu den preiswerten, aber nicht weniger leckeren Ständen in Les Halles, den Markthallen, ist alles dabei. Hier bekommt man frische, regionale Produkte, Tapas und Pasta, selbstgemachte Müslis, Smoothies und Bananabread… Einfach alles. Mein persönlicher Food-Pluspunkt geht an die zahlreichen Eisdielen im Centre Ville: Fast jede Eisdiele hier bietet Glaces maison & artisanales – haus- und handgemachtes Eis – das mindestens genauso traumhaft schmeckt wie es aussieht, und mit den tollsten Sorten verführt: Kakaosorbet, Acai-Granola, Green Jasmine oder Gateau-Basque gibt es zum Beispiel (neben zahlreichen anderen Sorten!) im Les Glaces Romane, meinem persönlichen Lieblingsladen. Gut, all das hat seinen Preis: Man zahlt locker 2,50€ für eine Sorte, aber das ist es absolut wert, glaubt mir!

       

Lebe den Surfer Lifestyle

Wenn es dann später wird, lockt der Plage Centrale mit seinen zahlreichen Surfer-Bars. Alle, die sich tagsüber in den Wellen getummelt haben, finden sich hier ein. Auch Surflegende Robbie Page, ehemaliger Sieger der Pipelinemasters auf Hawaii, hat hier ein Café gegründet: das Cream Café, das zur authentischen Hochburg einheimischer und ausländischer Surfer wurde, neben scheinbar endlosen ähnlichen Lokalen. Wer es ruhiger haben will, setzt sich mit Freunden auf eine Decke an den Strand, genießt das Rauschen der Wellen und den Sternenhimmel über einem, mit einem schlechten, französischen Bier. Wenn die Franzosen nämlich eines nicht können, dann Bier brauen.

Gleiches Feeling, ruhigere Strände: Le Porge Océan

Macht nichts, die Atmosphäre stimmt an diesem Ort einfach. Vergleichsweise ist Hossegor aufgrund der hohen Popularität und des Standards zwar etwas teurer als andere Ziele an der Côte d’Argent, aber es lohnt sich. Der Ort hat mich einfach umgehauen mit seinem Flair, so wie er es offenbar schon bei Menschen aus aller Welt geschafft hat.

Wer ähnliche Bedingungen, jedoch etwas mehr Entspannung und vielleicht weniger besurften Wellen sucht, der ist weiter nördlich an der Küste gut aufgehoben. Orte wie Le Porge gelten – laut einem weisen, französischem Surflehrer und Weltenbummler 😀 – als Geheimtipp, mit „ good swell, but less crowds“! Alles etwas entspannter also, jedoch nicht weniger schön.

Wer es hier versuchen will, der Campingplatz Camping la Gringe war für uns mit seiner ozeannahen Lage und der hohen Surfer-Rate ein absoluter Traum. Zudem wird hier das Lagerfeuerverbot am Strand lange nicht so streng kontrolliert wie in Hossegor… 😉

     

Ein letzter Tipp:

Wer kann, reist in der Nachsaison: also Anfang September bis Oktober, da kann man schonmal (abgesehen von Surfern) leere Strände auffinden. Außerdem ist dies die Zeit der großen Surfmeisterschaften, die man unbedingt einmal miterlebt haben sollte!

 

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